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02 | Nachdenken

Denkfaul

Der Mensch ist denkfaul, fürchterlich bequem, was das anbetrifft. Also möchte er, beim Suchen nach Ursachen, Gründen, das es möglichst EINE(R) ist, nichts Komplexes. Weil man es dann auch wieder bequemer händeln kann?
Was ist die Ursache für den Klimawandel? Was wird passieren? In einem Satz bitte und festgelegt. Und wenn es nicht genau so eintritt, existiert er nicht.
Der Untergang des Römischen Reiches. Dekadenz oder Klima oder Wirtschaft oder... Die Suche nach EINEM Grund und wenn der sich nicht durch Forschungen bestätigt, war es eben EIN anderer. Alles zusammen kommt nicht in Frage. Vermutlich ist es nicht mal „untergegangen“, sondern war auch später noch vorhanden, nur in anderer Form. Zersplittert in x-wieviel Reiche. Die Frage ist: Warum hat es seine Macht und Stärke eingebüßt? Und auch da hat es nicht nur EINEN Grund.

Prozesse, sie gehen schleichend vor sich und sind nun mal komplexer Natur. Am Ende merkt man nicht mal, dass sich bereits viel verändert hat.
Sie reden noch vom Vermeiden und dabei ist es schon da.
Würde nicht passieren, wenn's interessiert, denn dann werden schon kleinste Anzeichen wahrgenommen und vorwärts gedacht, nicht rückwärts. Was könnte daraus entstehen?

„Was juckt mich die dauernde Wärme, ich mag es doch warm. Da kann man so schön...“, xyz.
Klimawandel, was stellen sich die Leute darunter vor? Mit einem Schlag Eiszeit oder mit einem Schlag nur noch Stürme, Überschwemmungen?
Rom ward nicht an einem Tag erbaut und sein Reich ist auch nicht an einem Tag durch ein Ereignis „untergegangen“.
Diese langen, äußerst komplexen Prozesse gibt es sogar in kleinsten Dingen des Alltags. Beziehungen untereinander gehen nicht von einem auf den anderen Tag kaputt. Menschen bringen sich nicht selbst von einem auf den anderen um, sie sind schon vorher am Sterben. Es wird nur nicht wahrgenommen. Die meisten brauchen den Schlag mit dem Hammer, ehe sie überhaupt zu denken beginnen.
Ignoranz, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Weil ich das nicht möchte. Ja wer bin ich denn, dass es nach mir geht?

Im Prinzip kann man dann nur noch mildern, es nicht allzu schlimm werden lassen und selbst das ist nicht drin, wenn es so weit ist, dass es auch die Mehrheit checkt. Am besten ist, man richtet sich darauf schon mal ein. Die Frage ist bloß: auf was? Klimatisch weiß das doch keiner, was hier oder da explizit geschehen wird. Außerdem ist das nicht nur „eins“. Es ist alles, nur halt viel extremer.
Hitze, Dürre in langen Perioden und Überschwemmungen, Stürme und gelegentlich auch mal Zeit zum Verschnaufen.
Der Mensch will es immer genau wissen, denn dann muss er selbst ja nicht denken.
„Na was denn nun, das oder das?“
„Alles, mein Guter, alles.“


 



 












Hildruth Sommer
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