BURON FOTO PORTFOLIO 
Fotos 01

Struppi

Dinah (kein Original)

Anni

Bessi

Nick

Cim
Mein Gott, können einem Hunde ans Herz wachsen. Sicher auch Katzen, aber ich bin kein Katzenliebhaber, obwohl ich diese schnurrenden Clevertiere gut leiden mag. Sie sind eben als Begleiter durch Feld und Wald ungeeignet. Genau das mag ich an Hunden. Dass sie treue Wegbegleiter sind. Bringt man es ihnen rechtzeitig bei, können sie sogar mit in die Ausflugsgaststätte, ohne für Nervenproben zu sorgen.
Ich hatte viele Hunde. Es war schlimm, sie gehen zu sehen, denn Hunde leben nun mal nicht lange. Obendrein können Krankheiten, und da hat es viele, aber auch Unfälle und anderes dafür sorgen, dass es manchmal nur wenige gemeinsame Jahre werden.
Ich vermisse sie, alle. Jeder meiner treuen Hunde erhielt seinen Platz in der Erinnerung. Aus dem Grund bekommen sie nun sogar ihre eigene Seite, mit Foto natürlich.

In Kinderzeiten

Mein erster eigener Hund hieß Struppi und war ein Mischlingsrüde. Ich glaube, ich war gerade mal Zwölf, als ich ihn für 20,- Mark mühsam Erspartes kaufte. Taschengeld gab es damals nicht. Man, war ich happy. Vorher gehörten die Hunde, die unsere Familie zierten, „auf den Hof“. Bei Landwirten musste es einen Nutzen haben.
Mit Omas und Opas Spitz „Möpschen“ stromerten wir Kinder gerne über die Felder, und er mit uns, denn die Erwachsenen hatten dazu keine Zeit. Die anderen Großeltern in Tabarz besaßen einen dunkelhaarigen Spitz, dessen Name ich leider vergessen habe. Möpschen war lustig, eigensinnig und gehorsam, der Dunkelhaarige „ein Mistviech“, denn er biss relativ schnell. So mein damaliges Urteil, denn wer dauernd am Strick oder an der Kette vor der Hütte hängt... armes Kerlchen. Genauso erging es einem Schäferhund, der dann weggegeben oder gar erschossen wurde, da man seiner nicht mehr Herr wurde.
Möpschen lief, außer mit uns draußen, bei den Großeltern in Metebach frei auf großem Hof und im Garten herum. Ein recht gutes Hundeleben. An der Hausschwelle war für ihn Schluss und er hielt sich dran. Mein Struppi durfte zwar auch nicht ins Haus, aber sonst beinahe überall hin mit. Was ihm aber auch zum Verhängnis wurde, denn – wieder der doofe Mensch – mein Bruder nahm ihn ohne Leine mit und ein Motorrad kam um die Kurve... Der Jäger hat ihn dann erlösen müssen. Ich heulte jämmerlich, mein Bruder verkroch sich bei seinen Tauben. „Es ist doch nur ein Hund“ - dieser Satz meiner Mutter als einziger Trost blieb nicht ganz ohne Folgen.



Fotos und Videos


Falco


Nicki

Flori

Leo

Mit Falco

Heli und Leo

Bilder des Monats

TABBS Tabarz


Hörselberg

Flugbetrieb

Strukturen


Und später?

Ein anderer Hund kam erstmal nicht ins Haus, war von den anderen so beschlossen, aber dann, als ich eine eigene Familie besaß, von daheim weggezogen war und die Bedingungen ebenfalls wieder stimmten. Und das waren für mich in erster Linie ein eigener Garten, ausreichend Platz zum Unterbringen und genügend Zeit. Wider jeglichen Aufruhrs bei Schwiegereltern und meinen Eltern (was hatten sie aber denn noch damit zu tun?) war eines Tages dieses kleine, schwarze Bündel in unserer Mitte. Eine Arbeitskollegin hatte mir unsere Dinah geschenkt, von der ich leider kein Foto mehr besitze. Sie wurde zur Beschützerin meiner kleinen Tochter. Niemand Fremdes durfte an ihren Kinderwagen oder später, als sie bereits lief, in ihre Nähe. Neufundländer sind ruhige Wesen, aber leider auch große. Streckte sie nur den Kopf durch den Zaun, gab es Geschrei bei den Mitmenschen.
Wir mussten umziehen und am neuen Ort konnten wir keinen Hund mehr halten. So gab ich sie in (wirklich) gute Hände, aber halt ganz weg. Für sie war es sicher anfangs noch fürchterlicher als für mich. In ihrem neuen Zuhause hatte sie trotzdem wenigstens „Hundegenossen“, noch mehr Raum und ein Herrchen mit noch mehr Zeit, das tröstete. Hoffentlich sie auch.

Es verging wieder eine lange Zeit, aber dann wurde es mir erneut ernst mit Hunden. Ein neuer Wohnort, ein riesiger Garten, weit außerhalb geschlossener Ortschaften und die wenigen Nachbarn „normal“.

 

Sportliche Zeiten

Anni wurde meine erste Deutsche Schäferhündin. Da diese Rasse arbeiten muss, wurde ich Mitglied der Hundesport-Sektion. Schutzhundeausbildung, aber Anni dafür ungeeignet, keine Papiere, zu friedlich, jedoch mit solch hervorragender Nase, so dass sie später sogar ein Jäger zur Nachsuche einsetzte.
Ich trennte mich schweren Herzens, hatte ja auch schon Wettkämpfe mit ihr bestritten, aber dieser DDR-Hundesport war an Bedingungen gebunden, die nicht immer fein gewesen sind. Wieder der Mensch... Wir bildeten ja offiziell „für andere aus“, obwohl wir uns permanent drum drückten. Wer gab schon gerne seinen Hund her und dann... Und so nutzte ich die Gelegenheit, gab sie also in private Hände, anstatt zum Grenzdienst, denn da wusste keiner, wo der Hund wirklich hinkam.
Sie wurde alt, hat viele verwundete Stücke gefunden, und durfte immer ihrer Neigung nachgehen: Suchen, Nasenarbeit. Der Jäger machte es demnach auch ziemlich heimlich, denn ein DSH war schließlich kein „geprüfter Jagdhund“. Er mochte sie, sie suchte hervorragend und er berichtete mir immer wieder, wie es ihr ging.

Noch als sie bei uns gewesen ist, holte ich mir eine zweite Schäferhündin ins Haus. Der zweite Quirl hieß Bessie. Ihr eigentlicher Name war „Odett vom Gamsetal“. Was für eine bildschöne Hündin, obendrein vom Wesen ein super Schutzhund. Mit noch nicht mal 10 Monaten zeigte sie Beißfreudigkeit, wie man es nannte. Aber 10 Monate bedeutet noch viel Temperament, was sie sowieso besaß, mit viel Neugier, Spieldrang und noch keiner gefestigten Unterordnung. Während eines Waldspaziergangs, mein kleiner Sohn musste mal eben für kleine Jungs, ging sie eigenständig und klammheimlich auf Entdeckungstour. Wir bemerkten es natürlich bald, riefen sie und nahmen „die Verfolgung“ auf, was in leichtem, frisch gefallenen Schnee nicht schwierig war, als es plötzlich knallte. Viermal insgesamt, mit jämmerlichem Geheul meiner Hündin.
Man hatte mit Schrot auf diesen großen Hund geschossen. Jedes andere Tier dieser Größe „verdiente“ mehr Schussenergie in der Jagd, also die Kugel, sogar Gesetz. Und was heißt Jagd...
Wie sich später herausstellte, war Bessie zu einem Auto am Wald/Feldrand gelaufen, in dem ein Dackel bellte. Als sie zurück zu uns wollte, wozu sie wieder in den Wald zurück musste, ballerten zwei Jäger sie einfach vom Hochsitz aus ab. An dem Morgen hatten sie kein Glück auf Wildschweine besessen, also kam der Hund ihnen wohl grade recht.
Danach ging ein Krieg los, den ich diesmal angezettelt hatte. Aber was für einer. In dem Zuge kam noch etliches andere heraus, was mit (Jagd)Hunden angestellt wurde und zwar von einem sehr hohen Herren „der Partei“. Damals gab es bereits eine aufs Dach für betrügerische Machenschaften, was der mir nie verziehen hatte. Jedenfalls wurde mir ans Herz gelegt, ich solle meinen Antrag, selbst Jägerin zu werden, gefälligst zurücknehmen, wo ich doch „nicht mal auf Hunde schießen könne“. Dreckige Menschen gab es eben schon immer und dort sowieso, wo ich damals lebte, nämlich arg in Grenznähe.
Es endete damit, dass ich dazu selbst nicht mehr gehören wollte, noch später mir das auch woanders bis zur Wende verweigert wurde. Es führte auch dazu, dass Dienst-und Gebrauchshunde in der DDR alle eine einheitliches Halsband bekommen sollten, also nicht nur farblich geregelt (Bessie trug ja damals ein gelbes wie irgendwo empfohlen), sondern ein wirklich einheitliches, denn ich war bis in oberste Instanzen gegangen, nur kam dann die Wende und bis dahin besaßen das wie immer erstmal nur die Berliner... Sportsektionen.
Und es endete weiterhin bei Nick, dem nächsten tollen DSH aus der Zucht „vom Gamsetal“. Es war der übriggebliebene fast-Bruder von Bessie (Odett), wegen leichten Knickohrs bis dahin verschmäht, was sich aber kurz drauf bereits gab.
Im übrigen verunglückte der oder einer der beiden (wer genau schoss wurde von ihnen nie gesagt) Todesschützen kurze Zeit drauf tödlich und wirklich jämmerlich bei einem Zusammenstoß seines Fahrzeugs mit einem Zug und der Sohn des anderen hatte damals Angst eingestanden, dass „ich mich räche“, als u.a. ich ihn Jahre drauf als Jägeranwärter prüfte. Mein Gott, diese Menschen dort... Und ja, ich war selbst Jägerin geworden, aber zu der Zeit war es eine gute Zeit gewesen und noch nicht die der Jagd wie Jahre später.

Nick war von Charakter und Veranlagung her der tollste Schäferhund, den man sich nur denken konnte. Beim Beißen nicht losgelassen, gehorsam, arbeitsfreudig, obwohl es zu der Zeit dann wirklich nur noch auf Punkte im Wettkampf ankam. Er stellte in unserem Grundstück sogar mal einen Eindringling, aber bilderbuchmäßig, ohne zu beißen. Ein gehöriges Stückchen Arbeit, denn er kam ja älter zu uns und nicht schon als Welpe. Ein Berliner Polizist versuchte ihn abzukaufen, bot für damalige Verhältnisse viel Geld. Nein. Er blieb in der Familie, bis er eines Tages einer Katze nachschoss, durch eine Hecke und das offene Tor des Nachbargrundstücks hindurch, direkt vor ein Auto. In jenen Jahren keine vielbefahrene Straße, aber wie es eben so ist. Aus Nase und Ohren blutend schleppte er sich noch vor meine Füße, legte sich auf die Seite, war innerlich sicher unheimlich verletzt. Ich weiß nicht, wie ich es angestellt habe, aber ich habe ihn sofort mit der Waffe von seinem Leiden erlöst... was der Tierarzt nachträglich für richtig befand. Meinem Gewissen tat's gut, meiner Seele trotzdem nicht.

Nicht nur ich, die gesamte Familie litt. Und so kam ein weiterer DSH zu uns - Cim. Der beste Trost ist solch ein neues Lebewesen, auch wenn es das vorherige freilich nicht ersetzt. Es ist lediglich eine neue Aufgabe mit einem neuen Hund und die Trauer wird durch diese etwas gemildert. Nur war das diesmal ein Trugschluss gewesen. Der ehemalige Preisrichter (!) aus Auma, Beetz mit Namen, gleichzeitig Züchter, drehte mir einen kranken Hund an. Schwerste HD und mit schweren Schmerzmitteln so kaschiert, dass es erst nach Tagen sichtbar wurde. Zwei Tierärzte und das Röntgen beim Dritten brachte das Desaster und die Qualen des Hundes zutage. Wir ließen Cim noch dort sofort einschläfern. Und ich zog vor Gericht, wo nicht nur ich, sondern auch mein Tierarzt mächtig gegen diesen feinen Hundefreund vom Leder zog. Kein Glück mit Hunden? Och, das hat es leider öfter. Wer Hunde hat, muss sich irgendwie auf die Boshaftigkeit von Menschen einrichten, der Ansicht bin ich heute. Sie werden zu allem möglichen benutzt. Zum Geld scheffeln, um ihre Allmachtsgelüste zu befriedigen, der Größte zu sein, auch gegenüber anderen Hundebesitzern, nicht nur den Hunden selbst gegenüber. Hunde können durchaus "verdorben werden" und dann werden sie auch zur Gefahr. Aber immer leidet in dem Fall der Hund nur unter einem: dem Menschen. Er wird getötet, weil der versagt, entweder als Besitzer oder als derjenige, der das Verhalten durch eigenes falsches heraufbeschworen hatte.



Wieder anders

Nach Cim wollte ich keinen Schäferhund mehr, den Hundesport hatte ich zu jener Zeit auch an den Nagel gehängt. Die Jagd war das, worin ich aufging, aber eben noch eine ganz andere als heute. Mit dem Mentor und Freund, ein Förster, hatte sie in erster Linie mit der Natur zu tun. Als das nicht mehr war, habe ich auch das Jagen gelassen. Aber Hunde blieben an meiner Seite, bis heute.

Nach dieser schlimmen Geschichte und Cim versuchte ich es daher mit einem Deutsch Drahthaar, ein Rüde, ein „Allgäuer“, schwarzweiß, bildschön, mit dem Namen Falco. Aber ein Schlitzohr. Er hätte eine festere Hand als meine gebraucht, obwohl mich da mein Förster sogar beruhigte und ich feste trainierte, sogar die Jugendprüfung abgelegt und mit ihm bestanden hatte. Auch der Förster hatte es mal mit einem DD aufgegeben, war seiner nicht Herr geworden. Ich habe mir damals sogar die Hilfe eines erfahrenen DD-Züchters geholt und trotzdem, kein Gehorsam bzw. überpassioniert. Und so musste ich mich von ihm verabschieden, bei mir hatte es keinen Sinn.

Derweilen war Nicki (freilich im Andenken an Nick diesen Namen erhalten) eingezogen, der kleine Mischlingshund meines Sohnes und diesmal auch in der Wohnung. Ich hielt nichts mehr davon, Hunde abseits der Familie in einem Zwinger zu halten. Es zeigte sich in größerer Ausgeglichenheit und engerer Bindung.
Im Wesentlichen war die Dame eine „Frau Dackel“, gemischt mit Cocker Spaniel und kam aus dem Tierheim. Sie war ein Weihnachtsgeschenk für meinen Sohn gewesen, der sie bis zu seiner Armeezeit liebe- und verantwortungsvoll bei sich hatte. Nicki war unser nächster Liebling und blieb mehr als 12 Jahre bei uns, d.h. letztendlich bei mir, da mein Sohn nach der Armee zur Berufsausbildung ging und später nach Österreich.
Nicki ist am 23. Mai 2008 eingeschläfert worden, sie hatte Gebärmutterkrebs. Ein furchtbarer Tag! Es war exakt der gleiche, an dem ich 15 Jahre zuvor Nick erlösen musste. Nicki war der Hund, der am längsten an meiner Seite gewesen ist und auch mit mir gemeinsam meine schlimmsten Zeiten verbrachte. Bis auf den heftigen Ausbruch der Krankheit der letzten zwei Wochen war sie bei allem dabei, was ich unternahm. Das ist der Vorteil eines kleineren Hundes.
Selbst meine Mutter tröstete mich, aber diesmal wirklich, brachte Blümchen für das Hundegrab. Nicki war so viele Wege mit mir gegangen, war so lange Zeit das einzige Wesen, was verlässlich an meiner Seite war. Mich von den Hunden zu trennen fiel mir immer schwerer.

Ehe ihr Dackelrüde Flori nachfolgte, lag diesmal eine lange Zeit dazwischen, denn nach Nicki wollte ich keinen Hund mehr. Bis Ende 2008 hielt ich es durch, und dann rutschte ich doch immer wieder über ihre Fotos (diese "unheiligen Zufälle"...). Ein kurzer Entschluss, und mit dem 03. November 2008 war er dann da: langhaariger Rauhhaardackel Flori. Keck, sehr lieb und erstaunlich gelehrig, immer an meiner Seite. Er durfte natürlich wieder überall dabei sein, beim Einkaufen, bei jeder Fahrt, im Restaurant und Café... bei jedem Spaziergang.
Er hatte es besser als Nicki zuvor. Wechsel von Umgebungen, Bedingungen und Menschen sind auch für Hunde nicht gut und das gab es während ihrer Zeit öfter.
Nur, irgendwie war er wohl nie wirklich gesund, von Beginn an nicht. Er trank zum Beispiel nicht in der Wohnung, da, wo auch er natürlich wohnen durfte. Den Napf vor die Türe gestellt und gut war's – und was hatte ich alles versucht. Ganz zum Schluss kam es dann zaghaft, mit fürchterlich viel Lob. Beim Fressen war er schon eigenartig wählerisch. Sein Fell sah nie gut aus, egal was er bekam. Er hatte seine ersten Wochen unter großen und kleinen Hunden auf einem Bauernhof verbracht und so gerne wie er zu einer fremden Person, also mir, gekommen war, danach gleich ganz weg von seiner Umgebung... das hatte ich vorher bei keinem Hund erlebt.
Seine Bindung war immens, auch wenn er ganz gerne mal „seine Runde“, immer die gleiche, alleine drehte. Zur Jagd durfte er auch. Hauptsächlich wegen ihm hatte ich als Treiberin manchmal bei Drückjagden hier in der Nähe teilgenommen. Dieser Hund ging in kein Dickicht, wenn da nichts drin stand. Das hielt sogar Überprüfungen durch andere Treiber stand. Er war sicht- und spurlaut, überjagte auch nicht, kam gleich zurück, wenn das Wild „aussichtslos“ war. Und er ging sogar frei bei Fuß, lief nur zweimal im Wald davon, als er direkt auf Wild stieß, fand sich hernach aber am Auto ein, auch wenn es gar nicht an der Stelle stand, von der er aufgebrochen war.
Mein Flori...
Solch ein Hund und dann Tag und Nacht zusammen, das hatte immense Folgen, als er schlimm krank wurde. Er war erst acht Jahre und die Lähmung mit völliger Taubheit der gesamten Hinterhand kam plötzlich. Nichts zu machen, eine einzige Quälerei für meinen Flori und eine OP war keine Garantie, das er nochmal laufen würde. Nach zwei Tierärzten und schweren Herzens – ein fürchterlicher Tag. Er schläft für immer bei „seinen“ Hühnern in deren Auslauf, eingezäunt natürlich, die er immer beschützt hat, das war so lustig.
Ich wusste durch die Zeit nach Nickis Tod, ohne Hund geht nicht, und noch war Gelegenheit, ich noch nicht so alt, dass es für einen Hund zu spät sein würde. Und was für eine Rasse? Nochmals Dackel, die Probleme mit Lähmungen...? Ich wollte einen, der keine Zuchtfolgen besitzt, ein friedliches Wesen hat und von der Art „wetterfester Naturbursche“.



Und jetzt

So kam Leo ins Haus. Kleine Münsterländer sind lebhaft, bewegungsfreudig, wollen einen Sinn, sind aber derart anhänglich und menschenfreundlich... nun ja, er ist da, nun schon, abzüglich der ersten Lebenswochen beim Züchter, mehrere Jahre. Wieder was Größeres und daran musste ich mich erst neu gewöhnen. Auslauf hat er, wie alle anderen auch, enorm: der echt riesige Garten (2000 qm) und dann natürlich auch draußen, aber in weiter Flur. Er muss laufen können, laufen und nochmals laufen.
Obwohl nun „größer“, ist er drin bei mir daheim und schläft nur unfreiwillig weiter weg als „direkt neben dem Bett“. Ein schöner Hund, diesmal ein weicher und sanfter. Was natürlich auch wieder Vorteile hat, für die Nachbarn und beim Abrichten, denn er gehorcht am liebsten auf reine Zeichen oder die leise Stimme. Aber auch Nachteile, weil er ständig schmusen will und fast zu jedem zutraulich ist. Fast, denn Hunde kriegen sehr schnell mit, wer sie nicht mag oder mit dem „etwas nicht stimmt“.
Leo besaß eine tolle Kinderstube, einen erfahrenen Züchter und das merkt man ihm an. Nur hautmäßig ist er empfindlich, Futterallergien. Ich wünsche ihm und mir ein laaanges Hundeleben.

Hunde, was für tolle Freunde, wenn es die eigenen sind und man sie kennt. Vor fremden besitze ich Respekt und kann verstehen, wenn das auch andere Leute vor Leo haben. Aber eins kann ich nicht verstehen: Hass auf Hunde. Eine so tiefe Abneigung, dass man sie vergiftet oder andere Qualen zumutet. Es sind Lebewesen mit Herz und wenn ich solch einen Menschen zwischen die Finger bekäme... er hätte nichts mehr zu lachen, denn er selbst hat dann ja keins.

 




Hildruth Sommer
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