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Gedankenbilder.

Der Schwarm und die Katze.

Immer das Gleiche tun, aber was anderes erwarten. Ist wirklich lustig.

Dummes fabriziert nun mal nur Dummes. Das wäre die eine Sache. 
Damals, gleich nach '90, konnte ich nicht fassen, begreifen, was sich da tat. Daß sich Dummheit überall durchsetzt und hält, denn da entsteht am Ende doch nur Dummes und das konnte ja wohl nicht das Ziel sein. Oder?
Die Frage ist jedoch immer: Wem nutzt es? Und es nutzte den Dummen.
Zu der Zeit löste man bei uns im Osten nämlich sukzessive all jene ab, die was auf dem Kasten hatten, fachliche und intellektuelle Kompetenz besaßen für das, was sie jeweils taten, Rückgrat, Charakter, und wechselte sie mit dem Gegenteil aus. Und die dumme Masse? Die  hat gejubelt, gegenwärtig greint sie. Ja was hatten sie denn erwartet?
Aber da war eben das Ego und das ist das Zweite. Je weniger ein Wesen alleine kann, also ist (oder glaubt zu sein), um so mehr braucht es an Bedeutung.

Arroganz und Selbstüberschätzung. Der Westen war nun mal bereits massenhaft dumm. Und Dumme merken leider nicht, daß sie dumm sind, sonst wären sie ja klug. Zu der Erkenntnis hätte es auch nicht erst Dunning und Kruger gebraucht, das wußten die Menschen schon früher. Den Witz wars wert, einen Nobelpreis sicher nicht, denn der sollte laut Alfred Nobel herausragenden Leistungen, Nachweisen und Erkenntnissen verliehen werden, die «im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben». Dieser Mißgriff des Komitees war gegenüber so vielen anderen ihrerseits allerdings noch recht harmlos.

Je dümmer, desto größer das Ego und die Angst, daß sich herausstellt, was sie wirklich sind und damit „weniger wert“ als sie dachten oder vorgaukeln zu sein. Auf diese Weise auch ihre Macht verlieren, denn das ist alles, worauf sich Dumme stützen. Um die aufrecht zu erhalten, wenn sie die mal haben, nutzen sie alles. Man braucht sich nur mal etwas mit Narzißmus zu befassen und schon „versteht man die Welt“, sogar rückwärts.
Der Mensch macht sich insgesamt zu gerne größer als er es in Wirklichkeit ist. Viele, nicht alle. Er hat ja auch so manches erreicht. Nur eben auf eigene Kosten und das ist mehr als nur blöde.

Es ist so oft die Rede von Schwarmintelligenz. Der Flug des Pulks von Staren am Himmel. Ein Schwarmreagieren und das in erstaunlicher Geschwindigkeit. Das, was der unmittelbare Nachbar tut, wird blitzschnell übernommen und fortgeführt. Setzt allerdings voraus, daß jeder Einzelne darin weiß, was eine Gefahr darstellt, jeder Einzelne klug ist, denn an welchem Punkt z.B. ein Habicht ansetzt, ist unbekannt. Setzt voraus, daß auch jeder Einzelne darin rasch lernt, sollte sich die Gestalt einer Gefahr mal ändern oder neue erscheinen.

Der Mensch? Ach du meine Güte. Dümmer als es die Natur erlaubt. Vor allem der westliche, denn der bekämpft sogar jene, die dem Schwarm nutzen. Solche „Vögel“ gehen ausschließlich nach dem Nutzen, sprich Vorteil für sich selber, für sich ganz persönlich, als Individuum. Dümmer geht’s echt nicht.
Und sich dann noch als Krone der Schöpfung betrachten?
Bäume würde es schon lang nicht mehr geben und viele nicht derart alt werden, wären sie so dämlich wie der Mensch, vor allem der „aus dem Westen“, denn da ist das alles nun mal sehr weit verbreitet, Dummheit und Ego gemeint. Und zu dem zählt auch, Geld als Maßstab aller Dinge und allen Lebens zu betrachten. Die Spitze der Blödheit: Auch noch das aus Papier, das von einem Land je nach eigenem Bedarf gedruckte. Und wie blöd war es, dem auch noch zu folgen? Es zu bewundern und zu bejubeln?

Weit wichtiger ist Klugheit, Talent, Mut, Fleiß, Verläßlichkeit, Rückgrat, Neugier, die Bereitschaft zum Aufnehmen und Lernen sowie derlei Dinge. Und Voraussicht. Zu Intelligenz zählt gerade auch das sowie rational nachvollziehen, sich vorstellen zu können. Weiter als bis  vor den großen Zeh, ihren, geht’s Denken bei solchen und der Masse dort allerdings nicht. Der wirklich Wertvolle „für den Schwarm" ist nämlich nur jener Charakter, den es nicht mal danach drängt mehr zu haben oder/und damit darzustellen als andere und er wirklich benötigt, um ohne Not zu existieren, weil das andere immer zu deren bzw. dessen Lasten ginge. Nur hat es leider dieses „andere“ in jedem Land, in jeder Gesellschaft, egal in welcher Form und Variante.

Und so kam es auch bei uns in der DDR dazu, nur als ein kleineres Beispiel, daß nicht mal noch ein Hund ein Hund war, der irgendwelche speziellen Dienste verrichtet und dafür artgerecht gut behandelt wird bzw. schlicht nur der geliebte vierbeinige Begleiter im Alltag, sondern „Statussymbol“ sowie ein (weiteres) Mittel, um „Kohle zu machen.“ Der leistungsstarke, gesunde DSH, der seine Aufgaben als Schutz- oder Fährtenhund bestens erfüllte, genügte „gesamtdeutsch“ nicht mehr. Es mußte einer mit „fliehendem Gebäude“ sein. Einer „von drüben“, denn so doof waren unsere eigenen Züchter (mehrheitlich) bis dahin ja nicht gewesen.
Und aus wars. Hüftgelenksdysplasie. Die armen Hunde! Bei Rasse xyz betraf es dann eben was anderes an Aussehen und Eigenschaften, auch mit teils schlimmen Leiden für diese Tiere.
Irgendwann begannen sie wieder nach „den Alten“, sprich DDR-Schäferhunden zu suchen, weil ihre natürlich keiner mehr (haben und kaufen) wollte. Man oh man!

Oder die Jagd, da wars nicht anders. Vor 1990 im Osten große Reviere, denn Wild läßt sich nun mal nicht (ohne Zaun) in Miniaturausgaben sperren, daher „breit“ und in Gemeinschaft bejagt und in Absprache mit jenen, die das Land bewirtschaften. Durch Jäger, die man mehrheitlich auch als das bezeichnen konnte - mehrheitlich, denn linke Nummern hatte es da freilich genauso. Die waren vor allem „weiter oben“ zu finden. 
Heute geschieht Bejagung einzig durch Leute mit viel Knete. Die Reviere: zerstückelt, klein. Und da sich Wild ohne Zaun nun mal nicht... Wie oft ist dadurch ein Jagdpächter des anderen Teufel und erlegen tut jeder was er will. Schließlich „zahlt man doch dafür“. Was hab ich da für Typen erlebt, die sich dann auch noch „Jäger“ nannten! Sie waren keine. Totschießen ja, alles andere nein. 
Das Ergebnis: Kaputte Verbände, Bestände und Strukturen beim Wild. Und Landwirtschaft war ohne Unmengen an chemischen Giften eh nicht mehr denkbar.

Stanislaw Lems Roman „Der Unbesiegbare“ wird auf diese Weise von Tag zu Tag aktueller. Da brabbeln schon sehr viele  Leute, sogar die „Mehrheit des Schwarms“, wie Kleinkinder, benehmen sich auch wie diese und wissen bald nicht mal noch, wie Essen und Trinken geht. Ich sehe schon, daß sie eines Tages „ihr Phone“ in die Erde stecken und verlangen (drunter geht’s nicht), es sollen dort Kartoffeln wachsen, wenn's geht geschälte. Oder Möhren, kerzengerade, logisch. Alles andere macht nämlich Arbeit, Mühe, und das ist nichts für sie. Wo sie doch... Ja was?
Obendrein: Von nichts mehr eine Ahnung und maßlos verweichlicht.
Kommen so auch nicht mal noch zum Einkaufen oder „zum Termin“, wenn es ein paar Zentimeter schneite – im Winter! Was da für Tränen fließen und was man doch da nur alles von ihnen verlangt! Oder von Kindern. Die sollen dann auch noch zur Schule gehen. Wozu hats denn „digitaaal“, den teuren Laptop oder das sündhaft teure Smart- oder IPhone?
Betroffensein und Jammern, Wehklagen ist zur Lieblingsbeschäftigung geworden. Empört sein. Oder „Fordern“ - von anderen natürlich. DIE sollen, SIE brauchen nicht.

Was solche gar nicht mögen ist „die Realität“, genannt  Leben. Seine Gesetzmäßigkeiten, denn zufällig ist nun mal  nichts. Das eine ist darin  immer die Folge des anderen, obendrein bleibt nichts ohne Reaktion. Weil alles in Resonanz steht. Und so wirkt eins aufs andere und alles, was im Großen gilt, gilt auch im Kleinen oder umgekehrt. Auf diese Weise bleibt es in steter Bewegung. Das Gesamte gemeint.
Aber dem Leben und damit Natur gegenüber, fühlt sich der „moderne“ Mensch ja überlegen. Bis, ja bis... dann lag es an... findet sich schon irgendwas oder irgendwer.
Dummheit. Alle in einem Boot. Und Hochmut, aber der kommt vor dem Fall. Die Menschen früher waren wesentlich klüger.

Wo sind sie bloß hin? Wo sind sie geblieben?

Das abrollbare Klopapier namens „Weltmacht“ würde bei nicht wenigen Leuten heut und hier wieder passen, denn solche Heßlings hats haufenweise. Die waren im Westen nie weg. Wäre vielleicht mal ganz gut, dort Stanislaw Lems „Der Unbesiegbare“ und Heinrich Manns „Der Untertan“ zu lesen, damit sie wissen, wer und was sie wirklich sind und was auf sie wartet, falls sie... genau.

Ich gehe „solchen Vögeln“ daher lieber aus dem Weg. Die echten sind klüger, die Natur überhaupt. Vermeide jene, die alles nur nach dem Nutzen für sich selber beurteilen und das auch nur nach dem aktuellen, im Moment. Und ist da keiner für sie erkennbar... In dem Zusammenhang fällt mir ein: Mit der Betrachtung einer Sache und eines Dings verändert sie sich, die Physik hats sogar nachgewiesen. Schrödinger, Heisenberg und Einstein. Ein herrliches Thema und es lohnt sich, damit mal zu befassen. Auch mit dem, was wirklich was wert ist. Dazu braucht man nicht mal „kluge Worte“, da reichen einfache. Die, die auch früher schon verstanden wurden, weil gelebt. Und derweil...

Gary Moore
Zum deutschen Text des Liedes geht's hier.
Ich habe bewußt Gary Moore gewählt, denn von ihm stammt das Original.



Bis bald.
See you soon
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